{"id":5134,"date":"2012-11-15T23:02:04","date_gmt":"2012-11-16T07:02:04","guid":{"rendered":"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/?p=5134"},"modified":"2012-11-15T23:02:04","modified_gmt":"2012-11-16T07:02:04","slug":"the-oldest-bookstore-in-radautz","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/?p=5134","title":{"rendered":"The Oldest Bookstore in Radautz"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/BUTIKING\u00c5NG1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-5143\" title=\"BUTIKING\u00c5NG\" alt=\"\" src=\"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/BUTIKING\u00c5NG1-656x1024.jpg\" width=\"640\" height=\"999\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Reclam Centenary 1928<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/BOKHANDELN-INNE1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-5144\" title=\"BOKHANDELN INNE\" alt=\"\" src=\"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/BOKHANDELN-INNE1-1024x710.jpg\" width=\"640\" height=\"443\" \/><\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/FRITZ-I-BUTIKEN1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-5145\" title=\"FRITZ I BUTIKEN\" alt=\"\" src=\"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/FRITZ-I-BUTIKEN1-1024x704.jpg\" width=\"640\" height=\"440\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/PARDINIINTERI\u00d6R11.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-5146\" title=\"PARDINIINTERI\u00d6R1\" alt=\"\" src=\"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/PARDINIINTERI\u00d6R11-1024x716.jpg\" width=\"640\" height=\"447\" \/><\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/PARDINIINTERI\u00d6R31.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-5147\" title=\"PARDINIINTERI\u00d6R3\" alt=\"\" src=\"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/PARDINIINTERI\u00d6R31-1024x833.jpg\" width=\"640\" height=\"520\" \/><\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/FRITZ-MED-GRUPP1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-5148\" title=\"FRITZ MED GRUPP\" alt=\"\" src=\"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/FRITZ-MED-GRUPP1-1024x768.jpg\" width=\"640\" height=\"480\" \/><\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/6.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-5168\" title=\"6\" alt=\"\" src=\"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/6-757x1024.jpg\" width=\"640\" height=\"865\" \/><\/a><\/p>\n<p>Read the full story of <strong>&#8220;The Oldest Bookstore in Radautz&#8221;<\/strong>, edited by Franz Wiszniowski and released by Peter Elbau at:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><a href=\"http:\/\/bukowina.info\/Buchhandlung.html\" target=\"_blank\">http:\/\/bukowina.info\/Buchhandlung.html<\/a><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Die \u00e4lteste Radautzer Buchhandlung<br \/>\n(Franz Wiszniowski, &#8220;Radautz&#8221;)<\/strong><\/p>\n<p>Im Jahre 1872 er\u00f6ffnete der am 11. Dezember 1830 zu Brigidau in Galizien als Sohn des dortigen evangelischen Pastors geborene Julius Kirner in dem etwas \u00fcber 9000 Einwohner z\u00e4hlenden Radautz die erste Buchhandlung. Es war f\u00fcr die damaligen Verh\u00e4ltnisse ein gewagtes Unternehmen, weil die aus deutschen Handwerkern, rum\u00e4nischen Bauern und j\u00fcdischen Handelsleuten bestehende Bev\u00f6lkerung kein Interesse und die Beamten- und Lehrerschaft, zumeist deutscher und polnischer Nationalit\u00e4t, ein nur sehr geringes Interesse f\u00fcr literarische Erzeugnisse hatten. Da aber ein rein buch\u00e4ndlerischer Betrieb nicht die geringste Aussicht auf Rentabilit\u00e4t hatte, war Kirner gen\u00f6tigt, in seiner Buchhandlung auch andere Artikel, wie Schreibwaren, Musikalien, Spielwaren, Musikinstrumente samt Zubeh\u00f6r, Bilderrahmen und Galanteriewaren, zu f\u00fchren. Das Unternehmen gewann, zumeist vom Land, aber auch aus den St\u00e4dten Sereth und Suczawa, einen st\u00e4ndig wachsenden Kundenkreis, wobei sich der Galanteriehandel am eintr\u00e4glichsten erwies. Trotzdem betrachtete Kirner den Buchhandel als den eigentlichen Mittelpunkt seines Unternehmens, dem er seine besondere Aufmerksamkeit schenkte. Kirner wagte sich sogar an ein Verlagsunternehmen, indem er im Jahre 1875 das Epos &#8220;Nogaja oder die Steppenschlacht&#8221; des Radautzer Gymnasialdirektors und Bukowiner Heimatdichters Ernst Rudolf Neubauer, mit dem er befreundet war, herausgab. Dieses Unternehmen endete allerdings mit einem Mi\u00dferfolg.<br \/>\nErst 41 Jahre alt, starb Kirner am 9. Oktober 1876. Da seine Schwester, die Postbeamtin Hamm, die die Buchhandlung erbte, weder Kenntnisse noch Zeit f\u00fcr die Leitung des Gesch\u00e4fts hatte, bestellte sie einen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, dem es aber an der n\u00f6tigen Pflichttreue fehlte, so da\u00df das Gesch\u00e4ft immer mehr zur\u00fcckging, die Schulden aber immer gr\u00f6\u00dfer wurden.<br \/>\nIm Jahre 1891 verkaufte Frau Hamm die Buchhandlung an den Radautzer j\u00fcdischen Kaufmann Chaim Menschel. Da dieser kein Fachmann war und auch keine Studien nachweisen konnte, erhielt er die Konzession f\u00fcr die Aus\u00fcbung des Buchhandels nur aufgrund eines ihm von Neubauer ausgestellten Gef\u00e4lligkeitszeugnisses. Menschel gelang es, sich auf dem ihm ungewohnten Boden zurechtzufinden und das Gesch\u00e4ft, obwohl er sich immer mehr auf den Handel mit Schulb\u00fcchern und Schreibwaren beschr\u00e4nkte, trotz der Konkurrenz &#8211; inzwischen waren die Buchhandlungen Botta (die sp\u00e4tere Buchhandlung Herzberg), Hirsch, Rosenstock, Hardt, Kunstadt und Reinhold er\u00f6ffnet worden &#8211; wieder hochzubekommen. Nach einigen Jahren \u00fcberlie\u00df Menschel, der auch Besitzer einer Weinstube war, die Leitung der Buchhandlung seiner Ehefrau, die sie mit dem Gehilfen Nathan Herer bis zu ihrem Tode f\u00fchrte.<br \/>\nNach dem Tode seiner Ehefrau verkaufte Menschel die Buchhandlung im Jahre 1909 an den rum\u00e4nischen Bezirkslehrerverein Radautz. Der neue Eigent\u00fcmer, eine Genossenschaft mit beschr\u00e4nkter Haftung, stellte zun\u00e4chst viel zuviel Personal ein, bestellte dann Schreibwaren in so gro\u00dfen Mengen, da\u00df trotz des Umsatzes noch ansehnliche Mengen \u00fcbrigblieben und erg\u00e4nzte schlie\u00dflich das Lager mit allerlei Krimskrams, wie Schallplatten, Uhren, Nippsachen, Sportger\u00e4ten, Spielwaren, Parf\u00fcmerien und Totenkr\u00e4nzen. Zu all dem beanspruchten die rum\u00e4nischen Lehrer als Mitglieder des Vereins die Einr\u00e4umung ausgedehnter Kredite, so da\u00df die Lieferungen nicht bezahlt werden konnten.<br \/>\nDa die Weiterf\u00fchrung des Unternehmens keinen Sinn mehr hatte, wurde die Buchhandlung im November 1912 an die Firma &#8220;Universit\u00e4tsbuchhandlung H. Pardini in Czernowitz&#8221;, deren Inhaber Frau Jos. Engel und Fritz Schledt waren, verkauft, die sie als Filiale durch einen Gesch\u00e4fstf\u00fchrer, zuerst Kaiper dann Rieber, f\u00fchren lie\u00dfen. So kam die Buchhandlung wieder in deutschen Besitz. Im Juni 1914 l\u00f6sten Frau Engel und Herr Schledt den Gesellschaftsvertrag und Schledt, der nach Radautz \u00fcbersiedelte, \u00fcbernahm die Radautzer Filiale als selbst\u00e4ndiges Unternehmen. W\u00e4hrend des Ersten Weltkrieges, in dem Schledt Kriegsdienste leistete, f\u00fchrte Frau E. Schledt das Gesch\u00e4ft. Gleich nach der \u00dcbernahme der Buchhandlung hat Schledt den Betrieb auf den reinen Buch- und Papierhandel umgestellt. Nach dem Krieg hat er auch den Verkauf von Papier- und Schreibwaren sowie von rum\u00e4nischen B\u00fcchern eingestellt und sich dann als einziger Buchh\u00e4ndler in ganz Rum\u00e4nien ausschlie\u00dflich auf den Verkauf und die Lieferung von deutschen B\u00fcchern und Zeitschriften beschr\u00e4nkt. Unter anderem belieferte er auch den rum\u00e4nischen K\u00f6nig Carol II. mit deutschen B\u00fcchern.<br \/>\nDie Buchhandlung verf\u00fcgte, wie nur wenige in Rum\u00e4nien, \u00fcber ein ausgezeichnetes Katalog- und Nachschlagmaterial, das \u00fcber alle Werke des deutschen Verlagsbuchhandels Auskunft gab. So war aus der \u00e4ltesten Radautzer Buchhandlung eine deutsche Buchzentrale entstanden, die mit den modernsten Mitteln, wie sie damals in Deutschland zum Teil erst zur Diskussion standen, arbeitete. Dazu geh\u00f6rten auch die Buchausstellungen, die Schledt in Czernowitz und Radautz veranstaltete, ferner die Herausgabe der &#8220;Bursa cartilor&#8221;, d. h. eines B\u00fccheranzeigers f\u00fcr Rum\u00e4nien, der die mangelnde Biographie der in Osteuropa erschienenen B\u00fccher ersetzte, sowie eines Einblattkataloges. Auch veranstaltete Schledt Wanderausstellungen im Auto, die f\u00fcr Dorf und Stadt bestimmt waren. Mit der Buchhandlung war eine Leihbibliothek verbunden, die mit \u00fcber 3500 Werken die gr\u00f6\u00dfte in Radautz war.<br \/>\nIm Jahre 1930 lie\u00df Schledt in der Radautzer Buchdruckerei &#8220;Arta&#8221; den &#8220;Radautzer Kalender&#8221; f\u00fcr das Jahr 1931 mit einem interessanten Inhalt drucken, der aber nicht zur Ausgabe gelangte.<br \/>\nDiese \u00e4lteste Radautzer Buchhandlung, die sich dank der Gesch\u00e4ftst\u00fcchtigkeit ihres letzten Besitzers zu einem rein deutschen Unternehmen, das sich sehen lassen konnte, entwickelt hatte, mu\u00dfte nach genau 60 Jahren liquidiert werden. Ende Dezember 1931 wurde Schledt aufgrund einer un\u00fcberlegten Anzeige einer deutschen Frau wegen dringenden Verdachts eines Verbrechens in Untersuchungshaft genommen und vom Radautzer Tribunal am 18. Januar 1932, trotz erwiesener Unschuld, zu einer Gef\u00e4ngnisstrafe von vier Monaten verurteilt. Nach Verb\u00fc\u00dfung der Strafe wurde Schledt als nichterw\u00fcnschter Ausl\u00e4nder &#8211; er war deutscher Staatsb\u00fcrger &#8211; des Landes verwiesen. Seine Ehefrau war daher gezwungen, das Eigenheim und die B\u00fccher zu verkaufen und mit ihren Kindern zu ihrem Ehemann nach Deutschland zu \u00fcbersiedeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Schledt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-5150 aligncenter\" title=\"Schledt\" alt=\"\" src=\"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Schledt-e1353049954897.jpg\" width=\"640\" height=\"515\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Reclam Centenary 1928 Read the full story of &#8220;The Oldest Bookstore in Radautz&#8221;, edited by Franz Wiszniowski and released by Peter Elbau at: http:\/\/bukowina.info\/Buchhandlung.html Die \u00e4lteste Radautzer Buchhandlung (Franz Wiszniowski, &#8220;Radautz&#8221;) Im Jahre 1872 er\u00f6ffnete der am 11. Dezember 1830 zu Brigidau in Galizien als Sohn des dortigen evangelischen Pastors geborene Julius Kirner in dem [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4,19,22],"tags":[60,62],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5134"}],"collection":[{"href":"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5134"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5134\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5134"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5134"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5134"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}