{"id":7975,"date":"2014-10-12T11:20:52","date_gmt":"2014-10-12T09:20:52","guid":{"rendered":"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/?p=7975"},"modified":"2014-10-12T11:20:52","modified_gmt":"2014-10-12T09:20:52","slug":"austrian-decoration-for-science-and-art-for-margit-bartfeld-feller","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/?p=7975","title":{"rendered":"Austrian Decoration for Science and Art for Margit Bartfeld-Feller"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Israel.3-4-14-1433.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-7976\" src=\"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Israel.3-4-14-1433-1024x682.jpg\" alt=\"Israel.3-4-14 1433\" width=\"540\" height=\"359\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Margit Bartfeld-Feller und das Ehrenkreuz f\u00fcr Wissenschaft und Kunst der Bundesrepublik \u00d6sterreich<\/strong><\/p>\n<p>Berlin &#8211;\u00a0 Wien ist ein Katzensprung, von Czernowitz nach Vasjugan in Sibirien sind es bereits weit \u00fcber viertausend Kilometer und von Tomsk nach Tel Aviv gar\u00a0 mehr als f\u00fcnftausend, eine lange und gro\u00dfe Reise. Die lange gro\u00dfe Reise war f\u00fcr Margit Bartfeld-Feller und ihre\u00a0 Familie 1990 die erste Reise in ein westliches demokratisches Land, ein freies Land, das Land Israel, das Gelobte Land, nach 50 Jahren Verbannung. Als Einwanderer wurden sie aufgenommen.<\/p>\n<p>1941 wurde Margit Bartfeld-Feller mit den Eltern und dem Bruder Otti bei Nacht und Nebel aus Czernowitz von den Sowjets nach Sibirien in die Taiga deportiert. Stalin, der Tyrann, befahl diese Untaten. Juden, Intellektuelle, Fabrikanten und politisch Andersdenkende\u00a0 wurden vom Estland bis ans Schwarze Meer in Viehwaggons gepfercht, nord\u00f6stlich in Richtung Sowjetunion transportiert und weiter auf Schiffen nach Sibirien zum Schwerstarbeiten verschleppt. \u201eVerrecken\u201c sollten sie, war Stalins Befehl! Margit war jung, gerade 18 Jahre alt, ihr Bruder j\u00fcnger. In Czernowitz in der Bukowina wurde Margit Bartfeld 1923 geboren, ging dort zur Schule,\u00a0 f\u00fcr Literatur und Musik begeisterten sie die Eltern. In\u00a0 Czernowitz, der Stadt\u00a0 Rose Ausl\u00e4nders und Paul Celans, lebte Margit in Geborgenheit. Noch bevor\u00a0 Hitlers Schergen in die Bukowina kamen, lie\u00df Stalin die erw\u00e4hnten Bewohner abholen und schickte sie zum Sterben durch Hunger und unmenschliche Lebensverh\u00e4ltnisse in die Taiga an den Vasjugan. Ein schreckliches Leben erwartete die Deportierten dort. Wie Fliegen starben sie. 1948 heiratete Margit Bartfeld den ebenfalls aus Czernowitz deportierten Kurt Feller. In Krassnojarka, dem \u201eTodesnest\u201c, wie sie den Ort nannten, trafen sie sich wieder. Ihre Ehe begann mit geliehenen Eheringen.<\/p>\n<p>Die Tochter\u00a0 Anita wurde 1954 geboren, die kleine Familie Bartfeld-Feller teilte sich ein Zimmer in Tomsk.\u00a0 1979 starb Kurt Feller, der inzwischen in Tomsk ein bekannter Architekt und Baumeister geworden war.<\/p>\n<p>Margit Bartfeld Feller schreibt sich seit ihrer Ankunft im Heiligen Land\u00a0 ihre Vergangenheit, ihr Erlebtes, von der Seele. \u00dcber zehn B\u00fccher erschienen unter der Herausgabe von Professor Dr. Erhard Roy Wiehn\u00a0 im Hartung &amp; Gorre Verlag in Konstanz.<\/p>\n<p>Der Theodor Kramer Literaturpreis wurde der Schriftstellerin im September 2013 in \u00d6sterreich verliehen.<\/p>\n<p>Vorletzte Woche \u00fcberreichte Seine Exzellenz, der Botschafter der Republik \u00d6sterreich, Herr Dr. Franz Kuglitsch, der einundneunzigj\u00e4hrigen Zeitzeugin und Autorin Margit Bartfeld-Feller in Tel Aviv das Ehrenkreuz f\u00fcr Wissenschaft und Kunst der Republik \u00d6sterreich.<\/p>\n<p><strong>Christel Wollmann-Fiedler, Berlin, September 2014<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Margit Bartfeld-Feller und das Ehrenkreuz f\u00fcr Wissenschaft und Kunst der Bundesrepublik \u00d6sterreich Berlin &#8211;\u00a0 Wien ist ein Katzensprung, von Czernowitz nach Vasjugan in Sibirien sind es bereits weit \u00fcber viertausend Kilometer und von Tomsk nach Tel Aviv gar\u00a0 mehr als f\u00fcnftausend, eine lange und gro\u00dfe Reise. 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