{"id":8068,"date":"2014-11-25T16:22:19","date_gmt":"2014-11-25T15:22:19","guid":{"rendered":"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/?p=8068"},"modified":"2014-11-25T16:22:19","modified_gmt":"2014-11-25T15:22:19","slug":"tramway-and-electrical-lighting-equipment-in-czernowitz","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/?p=8068","title":{"rendered":"Tramway and Electrical Lighting Equipment in Czernowitz"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/tram203.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-8069\" src=\"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/tram203-727x1024.jpg\" alt=\"tram203\" width=\"540\" height=\"760\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/tram204.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-8070\" src=\"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/tram204-727x1024.jpg\" alt=\"tram204\" width=\"540\" height=\"760\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/tram205.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-8071\" src=\"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/tram205-727x1024.jpg\" alt=\"tram205\" width=\"540\" height=\"760\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/tram206.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-8072\" src=\"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/tram206-727x1024.jpg\" alt=\"tram206\" width=\"540\" height=\"760\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>35 Jahre<\/strong><br \/>\n<strong> Elektrizit\u00e4t in Cernauti<\/strong><br \/>\n<strong> (Aus einem Gespr\u00e4ch mit dem Direktor Ing. Hildebrand)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Czernowitz feiert heute das 35-j\u00e4hrige Jubil\u00e4um der Einf\u00fchrung des elektrischen Lichtes und des Tramway-Verkehres in dieser Stadt.<br \/>\nW\u00e4hrend das Gas f\u00fcr Beleuchtung und\u00a0 Heizzwecke in die Bukowina bis heute keinen Eingang gefunden hat, wurde elektrisches Licht schon in den neunziger Jahren in Czernowitz, allerdings nur vor\u00fcbergehend, verwendet. Damals hat man bei einem Ball der akademischen Verbindung \u201eLesehalle\u201c im Musikvereinssaale f\u00fcr einen Abend eine Maschine aufgestellt, die durch ein Lokomobil angetrieben wurde und zum ersten Male elektrisches Licht aufleuchten lie\u00df, was ungeheueres Aufsehen erregte. Kurze Zeit darauf installierte der damalige P\u00e4chter des \u201eHotel Central\u201c, Silber, im Keller des Geb\u00e4udes ein Lokomobil mit einer elektrischen Lichtmaschine und beleuchtete damit die Hotelanlagen. Damit war der erste Schritt zur Ben\u00fctzung der Elektrizit\u00e4t f\u00fcr Beleuchtungszwecke in der Bukowina getan und das Interesse der Bev\u00f6lkerung f\u00fcr diese Beleuchtungsart geweckt.<br \/>\nIm Jahre 1895 hat die Stadtgemeinde Czernowitz sich entschlossen, ein Werk f\u00fcr Beleuchtungszwecke zu errichten, wobei l\u00e4ngere Zeit dar\u00fcber verhandelt wurde, ob Gas oder Elektrizit\u00e4t zu diesem Zwecke einzuf\u00fchren w\u00e4ren. Im Bestreben, mit dem Fortschritt zu gehen, entschlo\u00df man sich schlie\u00dflich f\u00fcr die Errichtung eines Elektrizit\u00e4tswerkes. Der Betrieb f\u00fcr Licht- und Kraftzwecke wurde im Jahre 1896, der Betrieb der Stra\u00dfenbahn am 1. August 1897 aufgenommen.<br \/>\nDurch die Schaffung des Elektrizit\u00e4tswerkes und der Stra\u00dfenbahn tat die Stadt Czernowitz einen gro\u00dfen Schritt nach vorw\u00e4rts und wurde dem\u00a0 Westen nicht nur n\u00e4her gebracht, sondern konnte diesem zum Teile als Vorbild gelten, da Mitte der neunziger Jahre nicht viele St\u00e4dte des Westens Elektrizit\u00e4tswerke und nur wenige St\u00e4dte Europas elektrische Stra\u00dfenbahnen besa\u00dfen. Allerdings hatten die Westst\u00e4dte damals bereits Gaswerke und empfanden den Mangel an elektrischem Licht nicht im gleichen Umfange wie bisher Czernowitz. Den Vorrang hatte damals Czernowitz sogar der damaligen Reichshauptstadt Wien gegen\u00fcber, da selbst diese sich f\u00fcr die Stra\u00dfenbeleuchtung des Gasfl\u00fcgelbrenners (das Auerlicht war noch nicht erfunden) und der Pferdetramway, sowie des Pferdeomnibusses bediente. Aehnlich stand es in jenen Zeiten auch in Berlin.<br \/>\nIn den Anf\u00e4ngen des Betriebes des Elektrizit\u00e4tswerkes und der Stra\u00dfenbahn hatte dieses Unternehmen mit materiellen Schwierigkeiten zu k\u00e4mpfen, da die Bev\u00f6lkerung in der ersten Zeit den Wert und die Wohltaten des elektrischen Lichtes noch nicht erfassen konnte, ja in einigen F\u00e4llen sogar diesem \u201eTeufelswerk\u201c feindselig und ablehnend gegen\u00fcberstand.<br \/>\nDie ersten Geb\u00e4ude, welche in Czernowitz das elektrische Licht einf\u00fchrten, waren das \u201eHotel Central\u201c, Hotel \u201eSchwarzer Adler\u201c und der Stadtmagistrat. F\u00fcr die Stra\u00dfenbeleuchtung wurde das elektrische Licht nur im Stadtzentrum eingef\u00fchrt, w\u00e4hrend die Peripherie der Stadt sich noch immer mit den tieftraurig brennenden Lampen auf rotwei\u00dfgestrichenen Holzpf\u00e4hlen begn\u00fcgen mu\u00dfte. Doch auch f\u00fcr die elektrische Stra\u00dfenbeleuchtung wurde nahezu bis in die letzten Jahre der Vorkriegszeit nur in den Hauptstra\u00dfen der innersten Stadt Bogenlampen ben\u00fctzt, w\u00e4hrend die \u00fcbrigen Stra\u00dfen sich mit Gl\u00fchlampen begn\u00fcgen mu\u00dften. Erst allm\u00e4hlich erkannte die Bev\u00f6lkerung die Vorteile des elektrischen Lichtes, soda\u00df schon im Jahre 1901 die Elektrizit\u00e4tswerksanlage um einen neuen Maschinensatz erweitert werden mu\u00dfte.<br \/>\nDie elektrische Stra\u00dfenbahn, von der bei Betriebserrichtung und in der ersten Betriebszeit sich insbesondere die untersten Schichten der Bev\u00f6lkerung ziemlich fern hielten, (weil sie nicht erfassen konnten, wie es m\u00f6glich war, da\u00df die gro\u00dfm\u00e4chtigen Wagen ohne Pferdevorspann durch die Stra\u00dfen rollen und mancher geneigt war, zu glauben, da\u00df der b\u00f6se Geist mit im Spiele w\u00e4re, da die Wagendeichsel sich auf dem Dache befand und die R\u00e4der an den Schienen infolge der Besandung der neuerbauten Strecke langm\u00e4chtige Feuergarben zogen), litt anfangs an Defizit. Schon nach kurzer Zeit jedoch kam die Bev\u00f6lkerung zur Ueberzeugung, da\u00df behufs Zeitersparnis und der M\u00f6glichkeit, um billiges Geld und besonders den Bahnhofsberg zum Ringplatz leicht hinaufzukommen, die Ben\u00fctzung der Stra\u00dfenbahn von Vorteil sei. Dadurch erh\u00f6hte sich die Frequenz der Stra\u00dfenbahn, soda\u00df schon im Jahre 1899 der Wagenpark um vier neue Stra\u00dfenbahnwagen auf 12 erh\u00f6ht wurde.<br \/>\nDer Fortschritt der Technik brachte um das Jahr 1900 den Dieselmotor, so da\u00df auch unser hiesiges Elektrizit\u00e4tswerk im Jahre 1903 einen Dieselmotor zwecks weiterer Vermehrung der Leistung zur Aufstellung brachte. Hiebei ist es besonders bemerkenswert, da\u00df wieder Czernowitz dadurch bahnbrechend wirkte, da\u00df der erste 250 P. S. Dieselmotor hier zur Aufstellung gelangte.<br \/>\nAllm\u00e4hlich wurde der Aktionsradius f\u00fcr die Versorgung mit Elektrizit\u00e4t erweitert, das Interesse der Bev\u00f6lkerung erh\u00f6ht und dadurch war die Notwendigkeit weiterer Ausbauten der Elektrizit\u00e4tswerksanlagen erforderlich geworden. Da aber die Werkanlagen in der Althgasse nahe dem Abhang gegen den Klocucicabach errichtet wurde, weil die Universit\u00e4t bei Errichtung des Werkes Einspruch gegen den Bau desselben hinter den Universit\u00e4tsinstituten erhoben hatte, war die Erweiterung dieser Werkanlagen im Rutschterrain nicht mehr m\u00f6glich, soda\u00df man schlie\u00dflich im Jahre 1911 an die Errichtung eines neuen modernen Hochspannungsdrehstrom-Werkes in der Pruthgasse schreiten mu\u00dfte, welches am 27. April 1912 mit zwei Dieselaggregaten je 500 P. S. in Betrieb genommen wurde. Schon im Jahre 1913 wurde auch dieses neue Werk um ein neues Aggregat von 500 P. S. erweitert.<br \/>\nAuch der Wagenpark der Stra\u00dfenbahn wurde in der Zwischenzeit vermehrt und die urspr\u00fcnglich eingeleisig gebaute Bahnstra\u00dfe durch eine Doppelgeleiseanlage zwischen Volksgarten und Pruthbr\u00fccke erweitert.<br \/>\nIm Jahre 1921 schritt die Gemeinde, welche schon im Jahre 1909 die im Besitze der Fa. Schuckert &amp; Co. befindlich gewesenen Aktien ganz \u00fcbernommen hatte und Alleinbesitzerin des ganzen Gesellschaftsverm\u00f6gens war, zur Aufl\u00f6sung der Aktiengesellschaft und Kommunalisierung der Werkanlagen. In diesem Jahre wurde auch das neue Werk um einen Doppelturbinenaggregat von 2000 P. S. von der Siemens Schuckert und der ersten Br\u00fcnner Maschinenfabrik A. G., im Jahre 1931 um einen weiteren Turbinenmotor von 5000 P. S. von der Fa. Brown-Bowery erweitert. Auch der Wagenpark wurde inzwischen weiter vermehrt und betr\u00e4gt 24 Motorwagen und zwei Aufladewagen. Durch die Aufstellung dieses 5000 P.\u00a0S. Aggregates wurde erm\u00f6glicht, da\u00df auch die Vorst\u00e4dte in den Beleuchtungsrayon einbezogen wurden. <strong>M. L. (Der Tag, Czernowitz, 12.06.1932)<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Elektrizitaet-in-Cz_Juni1932_DerTag.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-8074\" src=\"http:\/\/ehpes.com\/blog1\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Elektrizitaet-in-Cz_Juni1932_DerTag.jpg\" alt=\"Elektrizitaet in Cz_Juni1932_DerTag\" width=\"457\" height=\"1480\" \/><\/a><\/p>\n<div id=\"raIcons\" style=\"display: none;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"raImg\" src=\"https:\/\/dfsuknfbz46oq.cloudfront.net\/p\/icons\/kolourpaint.png\" alt=\"\" width=\"32\" height=\"32\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"raImg\" src=\"https:\/\/dfsuknfbz46oq.cloudfront.net\/p\/icons\/kolourpaint.png\" alt=\"\" width=\"32\" height=\"32\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"raImg\" src=\"https:\/\/dfsuknfbz46oq.cloudfront.net\/p\/icons\/kolourpaint.png\" alt=\"\" width=\"32\" height=\"32\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"raImg\" src=\"https:\/\/dfsuknfbz46oq.cloudfront.net\/p\/icons\/kolourpaint.png\" alt=\"\" width=\"32\" height=\"32\" \/><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>35 Jahre Elektrizit\u00e4t in Cernauti (Aus einem Gespr\u00e4ch mit dem Direktor Ing. 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