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Cultural Center “GEDANKENDACH” in Czernowitz

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Die Architekten

Ein Haus aus Phantasie
Gedankendach
Nicht
Wörter aus Silbenschaum
Frühling der mit Farben
um dich wirbt
die Schlagader des Sommers
in deinem Ohr
für dich blutet der Herbst
Erfinder des Winters so weiß
ist deine Einbildungskraft
Ja es gibt sie noch
Erbauer immaterieller Wohnungen
hinter Beton und Stein
errichten sie den Raum
für uns alle.

(Rose Ausländer)

Views on Czernowitz – Views from Chernivtsi

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Marion Tauschwitz: “…following traces of Selma’s life I try to breathe as much Czernowitz atmosphere as possible. So yesterday I went to an interesting exhibition: Ansichten of Czernowitz. Young people have started to discover Czernowitz and to claim the town as their heritage: ancient views caught by young people who discover Czernowitz’ history and start being proud of what has been created in Czernowitz. The project started in spring and summer 2013 initiated by “Zentrum Gedankendach” by Oxana Matijchuk, the forum of architectures of Lübeck and the Oead Cooperation Centre of Lemberg. A Jury chose the 16 best motives and they were printed as postcards. The idea is to send the postcards to people all over the world and so transport the spirit of Czernowitz into the world. “Zentrum Gedankendach” and a local journalist documentated the opening exhibition and took interviews and they want to try to offer the film to a German TV station . They asked what I thought about the project – I told them that I am fascinated by the idea and that I think it is time for young people to start to cope with the history of their town. To discover the wealth of the culture that was created by Czernowitzers – especially by the Jewish population. to follow the tragic traces,too. These traces can be found all over the town. Each stones has its story, each “Kanaldeckel” can tell about history. Today I went along former Bischof Hackmen Gasse and discovered “Kanaldeckel” – from Vienna, Rumanian and Sowjet times – lined up in one row. Lined up history….”

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Source: http://gr-czernowitz.livejournal.com/3448022.html

The “Czernowitz Imperial-Royal I. State Gymnasium” Graduates 1850-1913


Download: 1850-1913: State Gymnasium Graduates in Alphabetical Order (3,011 Data Sets)
Download: 1850-1908: Annual Report 1909/1910 and Graduates in Chronological Order (Overall Listing)
Download: 1808-1908: Festschrift to the Centennial Celebration of the State Gymnasium (German)
Download: 29.10.1908: Czernowitzer Allgemeine Zeitung Report on the Centennial Celebration (P.1-3)
Download: 29.10.1908: Bukowinaer Post Report on the Centennial Celebration (P.3-4)


Source: Digital Collection Heinrich Heine University Düsseldorf for the years 1900-1913
Source: Digital Collection Podkarpacka Digital Library for the years 1869-1913

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The “Czernowitz Imperial-Royal I. State Gymnasium” in May 2011.

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Karl Emil Franzos graduated in 1867.

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Mihai Eminescu attended the State Gymnasium between 1860-1863.

Dr. Markus Krämer, Another Notable Czernowitzer

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Dr. Markus Krämer (27.10.1887 – 02.06.1964), President of the Local Commitee of the General Zionists, lawyer, local council, Deputy Party Chairman of the Jewish Party for the Bukovina, member of the student’s corporation J.N.A.V. Zephirah in Czernowitz:

Click on the pictures to enlarge!

1938, row by row, from left to right: Prof. Baruch Schuller, Adv. Iosef Brender, Hans Blutstein, Dr. Ad. Kliegler, Mag. M. Geller, Dr. Ad. Ziller, Adv. L. Seidner, S. Weisselberger, Dr. Iak. Krell, Adv. Ch. Saller, Prof. I. Grünberg, Ing. D. Kronenfeld, S. Picker, Adv. Noe Lehrer, M. Schwarzkopf, Adv. I. Kirmayer, Max Reinstein, Prof. B. Eisenthal, Dr. Srul Osterer, Dr. Fr. Nasspreis, Bernh. Scherzer, Dr. Adele Fleischer, Salo Woraczek, Dr. L. Brenner, Osn. Osterer, Willy Kliegler, Eva Schieber Fiedler, Dr. Abr. Kaswan, Dr. Saul Klier, Isak Fernhof, L. Eifermann, Dr. Ulrich Schächter, Iosef Bickel, Dr. Hersch Lecker, Dr. Meinh. Roth, Dr. Paul Lessing, Adolf Feldmann, Adv. M. Schapira, Dr. L. Mader, Dr. Josef Thau, Dr. M. Wiesenthal, Dr. B. Kasvan, Dr. Bernh. Kahane, Sim. Rosenrauch, N. Linker, M. Weissmann, S. Habermann, Mend. Zucker, Adv. M. Abramovici, Calm. Katz, Ing. Isr. Stenzler, Dr. Fritz Wagschal, Ios. Kinsbrunner, Dr. Wilh. Stecher, Dr. Iacob Iekeles, Rudolf Katz, Dr. Iacob Geller, Dr. Bernh. Stecher, Dr. Leonh. Eckstein, Prof. Isr. Schleyer, Prof. Dav. Lesczer, Leo Wiener, Samuel Stieber, Dr. Benj. Lessner, Dr. Ios. Diwer, Dr. Sal. Harnik, Dr. Salo Krässel, Dr. Norbert Kiwe, Dr. Moriz Zalman, Karl Metsch, Dr. Samuel Hammer, Chaim Osterer, Dr. Emanul Wagner, Adv. Aron Hechtlinger, Dr. M. Diamant, Dr. Moses Bardich, Prof. Dr. S. Hornstein, Dr. Mar. Sommer, Dr. Ios. Kaufmann, Prof. M. Herbst, Prof. Teod. Kern, Dr. Isid. Kottlar, Dr. Mark. Krämer [Dr. Markus Kramer], Dr. Karl Hasko, Dr. S. Brettschneider, Dr. Wolf Herzberg, Dr. Iosef Sperber, Dr. Saul Geiger, Dr. Ad. Niederhofer, Dr. Herm. Ebner, Dr. Mos. Glaubach, Dr. Ios. Miseles, Dr. Mordko Rotfeld, Iakob Czaczkes, Mos. Seidmann, Adv. Iak. Hasenfratz, Iosef Kula, Adv. Israel Goldhagen, Abrah. Friedmann, Adv. Herm. Lifsches, Dr. Heinr. Kreisel, Dr. Wolf Riznik, Adv. Simon Stein, Osico Wolfshaut, Adv. Herm. Spasser, Adv. Laz. Fränkel, Adv. Er. Kupferberg, Adv. Izio Halpern, Adv. M. Hammer, Adv. Max Halpern, Mag. Ak. Finkental

Three Poems by Klara Blum aka Zhu Bailan

Jung-Czernowitz

Da, wo die Gäßchen sich zusammenzogen,
Der Witz das eigne Unglück höhnte wild,
Wo sich der Armen Rücken keuchend bogen,
Die Not sie an den Schläfenlocken hielt-

Wo ich einst stand in tobenden Gedanken,
Die Stirne angepreßt dem Mauerstein,
Wirr, achtzehnjährig, doch schon ohne Wanken,
Entschlossen, mir zu folgen ganz allein-

Da steht nun, achtzehnjährig, eine zweite,
(Ich sah sie nie und seh sie dennoch gut.)
Ihr Auge überglänzt die freie Weite,
Der Weite Glanz auf ihrer Stirne ruht.

Schlank die Gestalt und stürmisch die Gebärde,
Die Brauen grüblerisch, gebräunt die Hand.
Aus ihrer Stimme tönt die Heimaterde,
Befreites, völkerbuntes Buchenland.

Du hörst darin der Doina Wohllaut klingen,
Treuherzig summt dazu ein Schwabenlied,
Es rauschen der Ukraine Sturmeschwingen,
Indes der Judenscharfsinn Funken sprüht.

Da, wo die Armen einst in Ghettogassen
Dem Brot nachspürten, listig, ängstlich-dreist,
Da greift sie heut zur Arbeit, stolz gelassen
Und ruhig, stolz entfaltet sich ihr Geist.

Wo im Kasino bunte Lichter lohten:
“Ihr seid zur Schmach bestimmt, drum haltet still”,
Wo mich der Heiratsmarkt einst feilgeboten,
Da wählt sie heut zum Gatten, wen sie will.

Die Buchen wiegen ihre Vogelnester,
Der frische Pruth die freie Stadt umfließt-
Gegrüßt sei, schöne unbekannte Schwester,
Du junges Czernowitz, sei mir gegrüßt.

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Czernowitzer Ghetto

I
Die alten Gäßchen ziehn sich eng zusammen.
Der Boden hinkt und holpert im Zickzack.
Aus schweren Leuchtern zucken kleine Flammen.
Der Witz treibt mit dem Unglück Schabernack.

Die Augen funkeln, doch die Wangen blassen,
Der Kaftan reißt, die Schläfenlocke bebt,
Wenn, halb erstickt in seinen Pariagassen,
Ein Volk noch stöhnend, höhnend weiterlebt.

Die Mauer fiel vor mehr als hundert Jahren,
Und dennoch blieben sie im dumpfen Nest.
Das Elend hielt sie an den Schläfenhaaren
In ihrem engen alten Ghetto fest.

II
Für manche schlug die Befreiungsstunde
– Sie waren einflußreich und satt und breit -,
Da lobten sie den Herrn aus vollem Munde
Und lobten ihre aufgeklärte Zeit.

Sie zogen vornehm in die Gartenstraßen
Zur Nachbarschaft mit Oberst und Bojar.
Man mißt sie nicht mit den gewohnten Maßen.
Sie sind “zwar” Juden, aber – annehmbar.

Bunt leuchtet abends der Kasinogarten,
Und die Kapelle spielt rumänisch heiß,
Blasiert betrachten sie die Speisekarten,
Sie sind ein lauter, selbstbewußter Kreis.

Es klingt ihr Deutsch zerdehnt, verfärbt, verbogen,
Geflickt mit Slawentrotz, Romanenglut,
Buntscheckig Narrendeutsch, von Leid durchzogen,
Vergessnem Leid, das fern im Ghetto ruht.

Die alte Klage dehnt noch ihre Sprache,
Pogrom und Schimpf und Wandern ohne Rast.
Doch längst vergaßen sie schon Groll und Rache,
Und der Feudalherr ist ihr lieber Gott.

Sie sitzen da, sie nehmen ihn zum Muster,
Ihr Stolz wird schwach, die Arroganz erstarkt,
Sie sind ein Kreis, ein lauter, selbstbewußter,
Sie sind ein schamlos lauter Heiratsmarkt.

Was soll ich tun? Kann ich den Lauf nicht ändern?
Mein vorbestimmter Gatte sitzt vor mir.
Und drüben, aus den dunklen Augenrändern,
Da starrt und starrt der blaue Offizier.

Man sagt ihm nach, er jagt nach leichten Freuden,
Man sagt, er kommt und sieht und spielt den Herrn,
Man sagt, er kann wohl keine Juden leiden,
Doch ihre Frauen, sagt man, nimmt er gern.

Die Fraun, die in den Gartenstraßen wohnen –
Leer ist ihr Leben, ein geputzter Zwang.
Sie girren laut, sie suchen Sensationen,
Wohin denn sonst mit ihrem Tatendrang?

Und die Musik spielt auf mit heißem Klingen
Und dringt betäubend in die Sinne ein,
Ich hab geträumt, einst Großes zu vollbringen,
Und so – und so wird nun mein Leben sein.

Zuerst gewiß der legitime Gatte
Und dann der Advokat, der kluge hier,
Und dann Papas Geschäftsfreund, dieser glatte,
Und dann – dann kommt der blaue Offizier.

Ich bin vom Tische plötzlich aufgesprungen
– Zum Glück gibt niemand in dem Lärmen acht -,
Ich renne, renne mit gehetzten Lungen,
Ich renne meine Antwort durch die Nacht.

III
Die halbe Stadt hab ich im Zorn durchlaufen.
Ich bin am Ziel. Gleichgültig scheint der Mond
Auf einen dunklen morschen Häuserhaufen,
Darin bedrückt, erstickt der Paria wohnt.

Die alten Gäßchen ziehn sich eng zusammen,
Der Boden hinkt und holpert im Zickzack:
Plebejerwiege, der wir doch entstammen,
Wir im Kasino, protzenhaftes Pack.

Was sind wir? Abklatsch von feudalen Puppen,
Hier aber ringt und grübelt und erkennt,
Genährt, gereizt von ihren Bettelsuppen,
Die Kraft, die einst die Welt ihr Eigen nennt.

Es schärft sich gut die Logik dem Genarrten,
Das Rechtsgefühl dem, der ein Unrecht litt.
Heiß brennt der Stolz des Menschen, den mit harten
Gespornten Stiefeln man zu Boden tritt.

Ich bin dein Kind, du alte Judengasse,
Und lern aus allem, was mein Volk erfährt.
Stark, wenn ich denke, stärker, wenn ich hasse,
Aus jeder Schwäche schmiede ich ein Schwert.

Lehr du mich, lehr, von hier mich loszuringen,
Mühsal zu tragen, Hunger, Krankheit, Leid
Und alle Fragen, alle zu bezwingen
Allein mit meiner wilden Redlichkeit.

An deine Mauer drück ich meine Stirne.
Von heute an gehorch ich mir allein.
Folg meiner Galle. Folge meinem Hirne.
So geh ich recht. Es kann nicht anders sein.

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Der Wunderrabbi von Sadagura

Man raunt: er kann Geburt und Tod erzwingen,
Auf einem Tüchlein fährt er übers Meer,
Sein Lächeln wird dir Glücksgeschäfte bringen,
Sein Zornesblick macht deine Taschen leer.
Man geht zu ihm mit Klagen und Beschwerden,
Verlassne Fraun und Händler vorm Bankrott.
Es ist nicht leicht: von ihm empfangen werden.
“Ein andermal, der Rabbi spricht mit Gott.”

Sein Haus ist voll von altem, schwerem Prunke,
Der Sabbathleuchter glänzt vor Kostbarkeit,
Kunstvolle Becher neigen sich dem Trunke,
Und sein Gebet, es trägt ein seidnes Kleid.

Er lehnt am Fenster mit gefurchter Stirne.
Es zittert leise sein gepflegter Bart.
Er weiß: Nicht mehr gehorchen ihm die Hirne
Wie einst, durch seine bloße Gegenwart.

Sie gehn vorbei mit hohnverhaltnen Gesten,
Die Kränkung sticht, der fromme Rausch bleibt aus.
Er sieht nicht mehr wie einst in allen Ästen
Die Zeichen der Kabbala, alt und kraus.

Am Horizont, mit violetten Spitzen,
In wilder Schönheit die Karpathen ziehn.
Er weiß von Liedern und er weiß von Witzen,
So spricht man und so singt man über ihn.

Man sagt: tief kann er in die Zukunft schauen,
Ob wahr, ob falsch – bewundert seinen Blick!
Man singt: er heilt die kinderlosen Frauen,
Das tut er gern, das weist er nie zurück.

Es reckt sich hügelig die enge Gasse,
Ein Kind ruft Czernowitzer Blätter aus,
Dort drüben wohnt der Schuster Reb Menasse,
Das ist sein armes, morsches, kleines Haus.

Er hockt vertieft auf seinem Schemelsitze.
Er liest. Der Rabbi kneift die Augen ein.
Er weiß, der macht die allerschärfsten Witze.
Was für ein Buch mag da sein Buch wohl sein?

Ein dickes Buch. Er kaut die schweren Sätze.
Er kommt in Schwung. Er wiegt sich hin und her.
Er prüft und wendet die Gedankenschätze.
Er hat begriffen. Mehr und immer mehr.

Sein Daumen schwingt, der Logik froh, ins Leere.
Er beugt sein heißvergrübeltes Gesicht
Aufs Buch hinab, als ob’s der Talmud wäre.
Der Talmud, Rabbi, aber ist es nicht.

Fortunoff Video Archive for Holocaust Testimonies

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The Fortunoff Video Archive for Holocaust Testimonies is a collection of over 4,400 videotaped interviews with witnesses and survivors of the Holocaust. Part of Yale University’s department of Manuscripts and Archives, the archive is located at Sterling Memorial Library.

Professor Dr. Dori Laub was born in Czernowitz in 1937. With his parents, he was deported to Transnistria in 1942. His father disappeared during a German raid prior to liberation by the Soviets and he and his mother were reunited with his grandparents who had survived in Czernowitz. He immigrated to Israel in 1950 where he attended medical school. Today he is Associate Clinical Professor of Psychiatry at Yale University and a psychoanalyst in private practice. In 1979 he co-founded the Holocaust Survivors’ Film Project, Inc., which subsequently became the Fortunoff Video Archive for Holocaust Testimonies at Yale. Dori Laub has published and lectured extensively on the Holocaust.

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Bearing Witness to the Holocaust – How the First Video Archive of Holocaust Testimonies Was Established
“Tell Us What You See” – Interview with Professor Dori Laub by Yad Vashem