Author Archives: Edgar Hauster

Emperor Franz Joseph Jubilee Orphanage for Israelites in Czernowitz

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Hugo Gold, History of the Jews in the Bukowina, The Oldest Societies, Institutions and Organizations of Bukovina by Prof. Dr. Erich Neuborn, Tel Aviv, p. 153: “The opening of the Jewish Orphanage, took place in 1904/1905. Already in 1898 on the occasion of the 50th anniversary of the reign of Emperor Franz Joseph I, the idea of building an orphanage in Czernowitz was discussed and an executive committee was formed to raise the necessary funds. Members of this committee were among others, Markus and Rachel Schlaefer, Benjamin, David and Jetti Tittinger, Loebel and Cecilie Salter , Josef Steiner, Jakob and Toni Gold, and Dr. Benno and Fanni Straucher It wasn’t until 1904, that the orphanage on Franzosgasse was completed when the Heinrich and Josefine Wagner endowment of 662,928 crowns was activated and used for the construction of the orphanage. The festive opening of the orphanage was attended by the Austrian Minister President, Dr. Ernest von Koerber, the Bukovina State President, Prinz Konrad Hohenlohe and the Greek Orthodox Archbishop and Metropolitan, Dr. Vladimir von Repta. In 1913 the orphanage was legalized for the second time as the Emperor Franz Josef Jubilee Orphanage Foundation for Israelites in Czernowitz and latter was administered by the Community. The mission of the orphanage was to raise Jewish orphans of both sexes and to train them for future employment.”
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Happy Birthday, Hedwig!

Eine Weltbürgerin wurde Fünfundneunzig

Seit einunddreißig Jahren lebt sie in Israel, seit einunddreißig Jahren ist sie eine dankbare Bürgerin des Landes. Ich spreche von Hedwig Brenner, der Czernowitzerin. Heute feierte sie ihren 95. Geburtstag in Haifa.

Sie alle kennen Hedwig Brenner, die Schriftstellerin. In ihrer Geburtsstadt Czernowitz liefen ihr seinerzeit so en passant Ninon Hesse, Paul Celan und andere über den Weg und vor Jahren entdeckte sie Jüdische Künstlerinnen in der ganzen Welt und vereinte ihre Lebensschicksale und ihre Kunst in vier Lexika. Spät wurde sie Schriftstellerin. Familienbiographien entstanden und die bereits genannten Lexika „Jüdische Frauen in der Bildenden Kunst“. Für diese unkonventionellen Lexika bekam Hedwig Brenner 2012 das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen und das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst. In diesen Tagen erscheint in Konstanz das 5. Lexikon der bereits erwähnten Reihe „Jüdische Frauen in der Bildenden Kunst“.

Der strahlenden Persönlichkeit und Weltbürgerin wünsche ich noch viele gesunde, interessante, ideenreiche und mit der Welt verkabelte Jahre in ihrer dritten Heimat!

Christel Wollmann-Fiedler
27. September 2013

Cultural Center “GEDANKENDACH” in Czernowitz

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Die Architekten

Ein Haus aus Phantasie
Gedankendach
Nicht
Wörter aus Silbenschaum
Frühling der mit Farben
um dich wirbt
die Schlagader des Sommers
in deinem Ohr
für dich blutet der Herbst
Erfinder des Winters so weiß
ist deine Einbildungskraft
Ja es gibt sie noch
Erbauer immaterieller Wohnungen
hinter Beton und Stein
errichten sie den Raum
für uns alle.

(Rose Ausländer)

Views on Czernowitz – Views from Chernivtsi

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Marion Tauschwitz: “…following traces of Selma’s life I try to breathe as much Czernowitz atmosphere as possible. So yesterday I went to an interesting exhibition: Ansichten of Czernowitz. Young people have started to discover Czernowitz and to claim the town as their heritage: ancient views caught by young people who discover Czernowitz’ history and start being proud of what has been created in Czernowitz. The project started in spring and summer 2013 initiated by “Zentrum Gedankendach” by Oxana Matijchuk, the forum of architectures of Lübeck and the Oead Cooperation Centre of Lemberg. A Jury chose the 16 best motives and they were printed as postcards. The idea is to send the postcards to people all over the world and so transport the spirit of Czernowitz into the world. “Zentrum Gedankendach” and a local journalist documentated the opening exhibition and took interviews and they want to try to offer the film to a German TV station . They asked what I thought about the project – I told them that I am fascinated by the idea and that I think it is time for young people to start to cope with the history of their town. To discover the wealth of the culture that was created by Czernowitzers – especially by the Jewish population. to follow the tragic traces,too. These traces can be found all over the town. Each stones has its story, each “Kanaldeckel” can tell about history. Today I went along former Bischof Hackmen Gasse and discovered “Kanaldeckel” – from Vienna, Rumanian and Sowjet times – lined up in one row. Lined up history….”

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Source: http://gr-czernowitz.livejournal.com/3448022.html

The “Jewish Olympic Games” 1932 vs. 2013

On behalf of Irene Fishler: The Romanian delegation to the 19th Maccabiah Games, the “Jewish Olympic Games” in July 2013 numbered 7 athletes.

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The Romanian delegation to the First Maccabiah in March 1932 numbered 14 people. All came from Czernowitz. Only 5 were active athletes: Hornik ; Rissen; Ella Fleischer; Alma Münster; Edi Gaster . What was the task of the other 9 sportsmen? According to “Der Tag”, Czernowitz, March 27, 1932 edition, they will perform some special ‘shows’ …

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“Die 1. Jüdische Sportolympiade in Tel-Aviv: „Makkabiah“ [S. 7, unten, links]: 
Ein neues Wort, das in der Sportbewegung geprägt wurde und das interteritoriale Zusammentreffen aller jüdischen Sportler der Welt bedeutet.
Am 28. März beginnt in Tel-Aviv die erste Makkabiah, die sich nunmehr zu einer ständigen Einrichtung einbürgert, um alle vier Jahre die besten jüdischen Sportler um die Siegespalme in allen Sportdisziplinen im Wettstreite beisammen zu sehen.
Der Czernowitzer Makkabi hat es sich zur ehrenvollen Aufgabe gemacht, eine Anzahl seiner besten aktiven Sportler zur Makkabiah zu entsenden. Es war leider nicht möglich, eine allrumänische Fußballmannschaft zu entsenden, da die gegenwärtige wirtschaftliche Situation dies Vorhaben vom materiellen Standpunkt unmöglich machte.

Am 20. d. M. fand im Studentenheime eine Festsitzung statt, in welcher die Aktiven Abschied nahmen. Hunderte Menschen waren gekommen, um von ihren sportlichen Exponenten Abschied zu nehmen, und ihnen Glück zu wünschen, daß sie, ehrenvoll den rumänischen Kreis vertreten, da nur Makkabi Czernowitz, Rumänien durch seine Aktiven repräsentiert.

Unsere Sportgemeinde erwartet, daß die Sportler sich ehrenvoll schlagen werden. Die Hoffnung liegt auf den Turnern Hornik und Rissen, die den turnerischen Zwölfkampf bestreiten, auf den Sportlerinnen Ella Fleischer, der Bukowinaer Meisterin im Sperrwurf, auf Alma Münster, der Bukowinaer Meisterin für die Kurzstrecken und nicht zuletzt auf unserem einheimischen Tennisspieler Edi Gaster, einer bekannten Firgur im rumänischen Tennissporte. Wohl wird Edi Gaster die Ehre haben, einen Prenn, Tennismeister Deutschlands, der sein Land beim Davis-Cup so ehrenvoll vertrat, einen Hecht, den czechischen Tennismeister, als Gegner zu haben, und hoffen wir, daß es ihm gelingen wird, sich ehrenvoll zu placieren. Die restlichen Sportler werden in Sondervorführungen den rumänischen Sport repräsentieren, wir sind gewiß, daß sie vollen Erfolg haben werden.

Am Mittwoch, den 23. März hat die Gruppe die Reise angetreten. Zur Abreise am Bahnhofe war eine hunderköpfige Zahl von Personen erschienen. Unter den Anwesenden bemerkte man den Präsidenten der Bukowinaer Region der Jüdischen Reichspartei, Herrn Dr. Mayer Ebner, den Vicepräsidenten der zionistischen Landesorganisation, Herrn Dr. Leon Schmelzer, den Deputierten Dr. Manfred Reifer, Herrn Ingeneur Schindler, den Präsidenten des Makkabi Czernowitz u. v. a.

Die Abreise von Constanza erfolgte am 24. März. Die „Dacia“ das offizielle rumänische Schiff zur Makkabiah, legt am 28. d. M., 10 Uhr vormittags in Haifa an. Am gleichen Tage um 2 Uhr nachmittags wird die erste Makkabiah eröffnet.”